Am 14.Oktober wollten Neonazis aus der NPD und den militanten sog."freien Kameradschaften" durch die Hamburger Innenstadt marschieren. Dies wurde am Donnerstag von der Hamburger Polizei untersagt und eine Ersatzroute in Wandsbek zur Verfügung gestellt. Unter dem populistischen Slogan "Nationale Arbeitsplätze statt internationaler Profite" wollen sie ihre faschistischen Ansichten in die Gesellschaft tragen. Dabei ist ihre Motivation nicht der vorgeschobene Antikapitalismus, sondern eine gefährliche Mischung aus Antisemitismus, Rassismus und purer Menschenverachtung!
Das "Hamburger Bündnis gegen Rechts" ruft gemeinsam mit einer Vielzahl antifaschistischer Gruppen zum Protest gegen den Aufmarsch der Faschisten auf. Es wird eine gemeinsame Bündnisdemonstration mit großem Antifa-Block geben. Darüber hinaus werden in der Innenstadt verschiedene Aktionen des "Hamburger Bündnis gegen Rechts" stattfinden, z.B.wird es eine öffentliche Ausstellung der VVN geben.
Nachdem gestern bekannt wurde, dass die Demonstration der NPD nach Wandsbek verlegt wurde, hat sich ein neues Szenario ergeben. Die antifaschistische Bündnisdemo durch die Innenstadt beginnt wie geplant pünktlich um 10.30 Uhr am Gänsemarkt und soll zügig durchgeführt werden. Danach bleibt noch genug Zeit, nach Wandsbek zu kommen, denn die Nazi-Demo ist laut NPD und Freiem Widerstand auf 12.00 Uhr ab Wandsbeker Chaussee verlegt worden, nur das AB Nord hat geschlafen und mobilisiert noch für 11.00 Uhr ebenfalls nach Wandsbek.
In Wandsbek ist in Absprache mit der Versammlungsbehörde eine antifaschistische Gegenkundgebung ab 12.00 Uhr angemeldet und genehmigt, Ecke Eilbeker Weg/Richardstr./Wandsbeker Chaussee - direkt an der Naziroute gelegen.
Aufgrund dieser Entwicklung gibt es auch bei der GAL Überlegungen, einfach die gesamte für den Gerhart-Hauptmann-Platz geplante Kundgebung nach Wandsbek zu verlegen.
Naziroute: Auftaktkundgebung Hammer Steindamm/ Wandsbeker Chaussee (U-Bahn Wandsbeker Chaussee) > Abmarsch > Wandsbeker Markstraße > Endkundgebungsplatz Hasselbrookstraße/Landwehr (S-Bahn Landwehr) NPD und Kameradschaften rechnen mit ca. 200 TeilnehmerInnen.
Achtung! Neue Nummer:
Antifa-Infotelefon am 14.Oktober: 01520-5754681 (ab 9:30h)
Ermittlungsausschuss: 040-432 78 778 (ab 10h)
Und nachdem wir die Nazis gemeinsam gestoppt haben: 
Ein Teil der Einnahmen fließt in die Kosten der Demo, der Rest in antifaschistische Strukturen in Hamburg .
Aufruf des "Hamburger Bündnis gegen Rechts": PDF>>>
Aufruf der Gruppe ALI:
ich hab` die schnauze voll von nazis und bullen!
Am 14.10.06 will die neonazistische NPD wieder einmal einen Aufmarsch in Hamburg durchführen. Natürlich wird die Stadt Hamburg ein martialisches Polizeiaufgebot aufstellen, das versuchen wird, den Nazis den Weg frei zu machen. Klar ist aber auch, dass wir uns davon nicht abschrecken lassen und den Aufmarsch mit allen notwendigen Mitteln behindern werden.
Der Aufmarsch der NPD soll ab 11 Uhr auf dem Hachmannplatz am Hauptbahnhof beginnen. Angemeldet ist er unter dem Motto "Nationale Arbeitsplätze statt internationaler Profite!". Mit diesem Motto versuchen die Nazis rassistische Ressentiments in der Gesellschaft aufzugreifen und scheinbar einfache „Lösungen“ anzubieten. Eine vermeintliche Kritik der extremen Rechten am globalen Kapitalismus ist aber nicht neu. Ein Kernstück jeglicher faschistischer Ideologie ist der Ruf nach der Einheit der Nation durch eine rassistische und nationalistische „Volksgemeinschaft“ als angebliche Lösung aller sozialen und ökonomischen Probleme.
Dies wird nicht nur bei dem Aufmarschmotto deutlich. Denn seit jeher unterscheiden die Nazis zwischen dem antisemitisch besetzen, von aussen wirkendem "raffenden Finanzkapital" und dem als anständig und ehrlich verklärten "schaffenden Kapital". Mit dieser unverholenen Bezugnahme auf faschistische Wirtschaftsvorstellungen in Tradition der NSDAP will die NPD nun ganz legal durch Hamburg marschieren.
Diesem erneuten Versuch, rassistische und faschistische Positionen weiter salonfähig zu machen, werden wir offensiv entgegentreten. Denn gerade als antifaschistische Linke müssen wir deutlich machen, dass Nazis niemals Lösungen bieten, sondern immer Teil des Problems sind.
zusammen kämpfen!
Unter dem Vorsitz von Anja Zysk, versucht die NPD Hamburg seit geraumer Zeit immer wieder öffentlich aufzutreten. Hierbei werden auch Stadtteile nicht gescheut, die mit Sicherheit antifaschistischen Protest hervorrufen, wie zuletzt geschehen in HH-Eimsbüttel oder der Innenstadt. Auch wenn die Naziaktionen dort nicht gerade als erfolgreich bezeichnet werden können, haben sie doch immerhin Wirkung erzielt. Denn auch wenn z.T. mehrere hundert Menschen gegen die Naziaktivitäten demonstrierten, konnten diese -zwar nur mit tatkräftiger Unterstützung der Polizei-aber doch durchgeführt werden.
Zeigen wir den Nazis ein für allemal, dass sie weder hier noch anderswo etwas zu suchen haben und wir uns auch von der Polizei nicht vorschreiben lassen, wie und wo wir zu protestieren haben! Kommt zur Antifa-Demo und werdet darüber hinaus aktiv! Seid entschlossen und kreativ!