17/10/04 Nazis "feiern"unter den geschlossenen Augen der Polizei in Boizenburg.Am Samstag, dem 16.Oktober, fand in Boizenburg (Mecklenburg-Vorpommern) ein Rechtsrock-Konzert mit mehreren Nazi-Bands, z.T. aus dem europäischen Ausland, statt. Angekündigt waren „Nordfront“, „Legion of Thor“ und „Kampfhandlung“ aus Deutschland, die Italiener „Ultima Frontiera“ sowie „White Law“ und „Celtic Warrior“ aus Großbritannien. Anscheinend planten die Organisatoren ursprünglich das Konzert in Hamburg zu veranstalten, was jedoch von der Polizei frühzeitig unterbunden wurde. So wurden die ca.300 anreisenden Neonazis, großteils aus dem Hamburger und Schleswig-Holsteiner Raum, über einen Schleusungspunkt ins mecklenburgische Boizenburg gelotst. Während die Nazibands bereits vor Einbruch der Dunkelheit ihre menschenverachtenden Texte gröhlten, ließ sich die Polizei erst gegen 21Uhr blicken – um den Verkehr der anreisenden Faschisten zu Regeln... Obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits starke Polizeikräfte aus Eutin einsatzbereit an der Holsteinischen Landesgrenze warteten, entschied sich der Staat erst um 01Uhr zum Eingreifen. Das es hierbei kaum zu Widerstand der Gäste kam ist leicht zu erklären: Das mit offensichtlicher Unterstützung norddeutscher „Blood&Honour“- Strukturen organisierte Event war ohnehin so gut wie vorbei! Das lange passive Verhalten der Polizei hat so zu einem -nicht zuletzt erheblichen finanziellen- Erfolg (der Eintritt betrug 17,-/Person und der Getränkeumsatz dürfte erheblich gewesen sein) der Neonazis beigetragen. Ein ernsthaftes Interesse effektiv gegen die verbotene (und angeblich zerschlagende) „Blood&Honour“-Struktur vorzugehen zeigte die Polizei zu keinem Zeitpunkt. |