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17/03/06 HIAG-Treffen in Hamburg von Antifas verhindertFast 80 Demonstranten haben heute ein Treffen der HIAG in der Gaststätte "Remter" in der Hamburger Handwerkskammer verhindert. Das Kürzel HIAG steht für "Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS". In diesem Verein sind die letzten ehemaligen Kämpfer der Waffen-SS sowie deren Angehörige organisiert.
Als gegen 14Uhr die Antifaschisten mit Transparenten und Flugblättern vor der Gaststätte auftauchten, staunten einige Anhänger der HIAG nicht schlecht. Ihnen wurde einfach der Zugang zur Gaststätte verwehrt, immer wieder rief die Menge "Mörder, Mörder" und "Nazis raus". Ein altes Ehepaar wollte das nicht wahrhaben und versuchte, sich gewaltsam durch die Menge zu drängeln um an der Altnaziveranstaltung doch noch teilzunehmen. Als das nicht gelang, bedrohte die Frau mit ihrem Krückstock einen Journalisten und fuchtelte wild in der Luft rum.
Der Sprecher der Handwerkskammer, der durch die Parolen und Flugblätter erfuhr, dass die HIAG ein Treffen in den Räumlichkeiten abhalten wollte, handelte schnell. Die bereits in der Gaststätte versammelten SSler wurden kurzerhand vor die Tür gesetzt und mit einem Hausverbot belegt.Die erst nach einer halben Stunde erscheinende Polizei beschränkte sich darauf, die alten Herrschaften vom Ort der Proteste zu geleiten. Mit einem Lautsprecherwagen wurde die antifaschistische Kundgebung vor der Handwerkskammer mit Musik und Redebeiträgen unterstützt, an die Passanten wurden Flugblätter verteilt. Einige HIAG-Anhänger schlichen verunsichert auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf und ab, beleidigten Fotografen und Demonstranten und hofften wohl doch noch auf ein SS-Treffen. In Wortgefechten stritten sie die Verbrechen der Waffen-SS ab und glänzten mit Kommentaren wie "Lest erstmal ein Buch über die Zeit damals" oder "Ich schäme mich nicht, ich kann die Aufregung gar nicht verstehen". Einige HIAG-Mitglieder trauten sich erst gar nicht, ihre Autos zu verlassen und fuhren sofort weiter.
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