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14/07/07 Nazidemo in Lüneburg
Etwa 150 Neonazis demonstrierten heute bei tropischen Temperaturen in Lüneburg unter dem Motto "Gegen Demonstrationsverbote - Meinungsfreiheit erkämpfen". Angemeldet hatte die Veranstaltung Christian Worch aus Hamburg, der durch sein verspätetes Erscheinen den Anfang der Demo verzögerte. Anschließend trotteten die Hitler-Fans durch Lüneburg, wo sie auf Gegendemonstranten und Polizei trafen. Am Rande provozierten immer wieder aggressive und hässliche Anti-Antifa-Fotografen, die versuchten, linke Gegendemonstranten abzulichten.
Unterstützt von NPD und so genannten "Freien Nationalisten" zog Christian Worch durch ein Lüneburger Wohnviertel Einige Gegendemonstranten begleiteten die Nazidemo mit Trillerpfeifen und kreativem Protest. So wurden die Nazis zu einer spontanen Routenänderung gezwungen, da Antifaschisten durch Kletteraktionen die eigentliche Marschroute behinderten. Auch sonst sah man an einigen Häuserwänden gesprühte Parolen und aufgehängte Transparente.
Bewohner waren sich einig: Nazis sind in Lüneburg nicht willkommen!
Neben dem Anmelder und notorischen Selbstdarsteller Worch durfte auch Thomas Wulff aus Teldau/Amholz ans Mikrofon. Gekommen war auch sonst einiges an Szenenprominenz: Udo Pastörs, der für die NPD im Landtag Mecklenburg-Vorpommern sitzt und Torben Klebe, der mit seinem jüngsten Ladenprojekt in Rostock auf sich aufmerksam machte, waren angereist. Adolf Dammann (NPD-Niedersachsen), Manfred Börm (Bundesordnerdienst der NPD) und Tobias Thiessen mit Freundin Inge Nottelmann (beide Aktionsbüro Nord) ließen sich ebenfalls blicken. Nach einer guten Stunde schlichen die Nazis wieder zum Bahnhof, wo ihre Abschlusskundgebung stattfand. |