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»Antifa heißt Luftangriff!« als Buch von
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»Antifa heißt Luftangriff!«:Regression einer revolutionären Bewegung LAIKAtheorie

Anbieter: Hugendubel.de
Stand: 02.04.2019
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Antifa heißt Angriff
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Aus dem Umfeld der autonomen Szene bilden sich in den 1980er Jahren antifaschistische Gruppen, die gut organisiert und gezielt die rechten Zusammenhänge angreifen. Bundesweit entwickeln örtliche Antifa-Gruppen ein Netzwerk, das Aktionen koordiniert, die Öffentlichkeit informiert und Antifaschismus auf die politische Agenda setzt. Parallel dazu entwickelt sich die sogenannte Kommandomilitanz. Antifaschistische Gruppen greifen die Infrastruktur der Neonazis an, zünden Druckereien oder Wehrsportzentren an, zerstören Fahrzeuge und Gebäude, erbeuten Mitgliederlisten oder verseuchen Versammlungsorte mit Buttersäure. Im vorliegenden Buch kommen erstmals Antifaschist_innen zu Wort, die in einer geheimen antifaschistischen Organisation arbeiteten, die in den 1980er Jahren militant und konsequent rechte Strukturen bekämpfte. Sie sprechen über ihre Motive, Aktionen und die klandestine Struktur, die mit Angriffen die Mobilisierung der Neonazis aufzuhalten versuchte. Der Autor greift bei seinen Recherchen auf bisher unbekannte Dokumente, Flugblätter, Artikel, Anschlagserklärungen und Städteberichte zurück.

Anbieter: buecher.de
Stand: 15.04.2019
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»Antifa heißt Luftangriff!«
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Antifaschismus heute ist zunehmend systemfromm und affirmativ - oftmals pure?Ideologie. Mit marxistischer Analyse des Faschismus als terroristische?Form bürgerlicher Herrschaft hat er immer weniger zu tun, meinen die?Herausgeber des Bandes. Sie legen eine Sammlung von Streitschriften vor, die deutlich machen, was Antifaschismus nicht sein darf. Die zentrale These von Susann Witt-Stahl und Michael Sommer lautet: Antifaschismus droht zur Ode an die freie Marktwirtschaft zu verkommen. Er entwickelt sich zum Teil des Problems, nicht mehr der Lösung. Das ist eine ideologische Meisterleistung des Neoliberalismus. Michael Sommer arbeitet zur Marxschen Theorie des Kapitalismus. 2008 hat er gemeinsam mit Dieter Wolf eine Kritik am griechisch-französischen Wirtschaftswissenschaftler und Philosophen Cornelius Castoriadis veröffentlicht. Susann Witt-Stahl ist freie Journalistin und Autorin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Ideologiekritik neoliberaler Politik, der modernen Kriege, der Kulturindustrie, gesellschaftlicher Naturverhältnisse sowie reaktionärer Tendenzen in der Linken. Darüber hinaus berichtet sie für Tageszeitungen und Magazine u.a. über internationale Krisen, beispielsweise aus dem Nahen Osten und der Ukraine.

Anbieter: buecher.de
Stand: 15.04.2019
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Antifa heißt Angriff als Buch von Horst Schöppner
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Antifa heißt Angriff:Militanter Antifaschismus in den 80er Jahren reihe antifaschistischer texte (rat). 2. Auflage Horst Schöppner

Anbieter: Hugendubel.de
Stand: 02.04.2019
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Schöppner, Horst: Antifa heißt Angriff (Taschen...
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Erscheinungsdatum: 03/2015Medium: TaschenbuchEinband: Kartoniert / BroschiertTitel: Antifa heisst AngriffTitelzusatz: Militanter Antifaschismus in den 80er JahrenAuflage: 2. Auflage von 2016 // 2. AuflageAutor: Schoeppner, HorstVerlag: Unrast Verlag

Anbieter: RAKUTEN
Stand: 17.04.2019
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DIE GOLDENEN ZITRONEN
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Haltung zeigen gilt heute als zentrales Merkel für politische Popkultur. Waren wir da nicht schon einmal weiter? Fanden wird nicht irgendwann mal bloß Haltung zeigen zu ausgelutscht? Zu ausbeutbar, zu umdeutbar in ein Just-Do-It-Rebellentum? Heute, wo sie selbst im tropischen Brasilien, einst Traumland der Globalisierungskritiker_innen, einen Rechtsradikalen zum Präsidenten wählen, greifen wir wieder instinktiv in die Schublade, dahin, wo die guten alten Haltungen lagern. Und die bewährten Genres gleich daneben. Wir halten sie vor uns her wie Schutzschilde. Bella Ciao ?komm, wir wärmen uns am alten Partisanenlied! Komm, wir singen Antifa-Stadionpunkrock wie früher! Rebellischer Reggae und Hiphop, hoch die Faust, da wissen wir wenigstens, wo wir dran sind. Ein verrauchtes Honky-Tonk-Piano erklingt: Komm Joe, mach die Musik von damals nach! So heißt es in Brechts Dreigroschenoper, die Goldenen Zitronen zitieren das. Schon auf einer ihrer früheren Platten (ich weiß nicht mehr welche) haben sie sich beschwert, warum es immer Nazis raus! heißt, wo doch jeder weiß, dass die Nazis hierher gehören. So sind die Goldies. Immer voll drauf mit den Waffen der Kritik. Sezieren, aufspießen, Widersprüche polieren. Nörgel, nörgel, mecker mecker. Vielleicht sind die Goldies nach wie vor eine Punkband, aber wenn dem so ist, dann ist Punk eine Haltung, die Haltungen (musikalische, inhaltliche) sucht, die es noch nicht gibt. Bei den vergangenen Platten war diese Suche gerne ein kollektives Unterfangen, die Songs entstanden in Jams und gemeinsamen Debatten. Auf More Than a Feeling sind die Goldenen Zitronen arbeitsteiliger vorgegangen, eher so wie zeitgenössische Hiphop-Produktionen entstehen. Acid, DAF, Ernst Busch, Kendrick Lamar, Punkrock, Störgeräusche, Experimente mit Sequencer und Drummachines: Die Goldies äußern sich immer so, wie es bisher niemand gemacht hat, musikalisch und inhaltlich. Sieinteressieren sich für das schwer Benennbare, wie es in Die alte Kaufmannsstadt, Juni 2017 heißt, ein Stück, das die Geschichte des G20-Spektakels in Hamburg erzählt. Die Goldenen Zitronen haben während der G20-Proteste zur Eröffnung der linksautonomen Welcome to Hell-Demo gespielt. Denn the wealth of the few is hell to the others, so erklären sie es, ohne sich die Kritik der Rollenfestspiele zu versagen: Wie meist bei solchen Anlässen war nicht klar ob diejenigen, die hier diesen Kampf in symbolträchtigen Bildern ausagierten auch wirklich verständlich sind für die Verdammten dieser Erde,für die sie bei solchen Anlässen ja immer zu sprechen glauben / Die Gesichter die man hinter den schwarzen Kapuzen und Sonnenbrillen sehen konnte waren weiß und meistens männlich. Die Gesichter der Goldenen Zitronen sind auch weiß und meistens männlich, aber immerhin ziehen sie sich ab und an mal die Schuhe von anderen Leuten an. Wie zum Beispiel in Es nervt, mitgeschrieben und gesungen aus der Perspektive einer schwarzen Person, die das Verhalten weißer Linker reflektiert, im Original ein Stück von Schwabinggrad Ballett & Arrivati, deren Sängerin Latoya Manly-Spain hier als Gast singt: Wir, das edle Objekt of your projections, Protagonistinnen euer Schlachtengemälde / Solange wir nicht das Falsche sagen und euchenttäuschen mit falschen Vorwürfen und Undankbarkeit.Ohlalalala singen die Goldies auch, aber dann gleich: Sehe ich Dunkles hinter deiner Tür / Ich bin da, ich helfe dir. Spielt Nützliche Katastrophen im Kopf von Caligula? In dem von Björn Höcke oder Viktor Orban?oder von Boris Johnson ? Gehts hier um die tot geglaubte Wiederkehr von populistischer Feindbildproduktion zum machtpolitischen Selbstzweck? Oder seh ich mich noch auch ganz gerne in der Trotzdem-alles-im-Griff-Rolle? Diese beunruhigende Gewissheit, dass das Private politisch ist, liegt oft unter den Texten der Goldenen Zitronen. Ich weiß jetzt das du Angst hast vor Veränderung / Obwohl du gern nach Teneriffa fliegst, heißt es in Bleib bei mir (feat. Sophia Kennedy). More than a feeling eben. Selbst ein retro-und funmäßig daherkommender Song wie Das war unsere BRD bringt einen ganz schön zum Grübeln: Aufkleber, die die Gesinnung klären, Polizisten im Safarilook, weißt du noch, Schatz? Aber waren wir damals besser dran? Was heißt überhaupt Wir? More than a Feeling ist nicht zuletzt auch eine Sammlung von verzweifelten Spottliedern, also Songs, bei denen du nicht recht weißt, ob nicht die Verzweiflung über das Verspotteteden Spott noch durchdringen lässt. Wie in Mauer bauen zum Beispiel, wo sich

Anbieter: konzertkasse.de
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DIE GOLDENEN ZITRONEN
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Haltung zeigen gilt heute als zentrales Merkel für politische Popkultur. Waren wir da nicht schon einmal weiter? Fanden wird nicht irgendwann mal bloß Haltung zeigen zu ausgelutscht? Zu ausbeutbar, zu umdeutbar in ein Just-Do-It-Rebellentum? Heute, wo sie selbst im tropischen Brasilien, einst Traumland der Globalisierungskritiker_innen, einen Rechtsradikalen zum Präsidenten wählen, greifen wir wieder instinktiv in die Schublade, dahin, wo die guten alten Haltungen lagern. Und die bewährten Genres gleich daneben. Wir halten sie vor uns her wie Schutzschilde. Bella Ciao ?komm, wir wärmen uns am alten Partisanenlied! Komm, wir singen Antifa-Stadionpunkrock wie früher! Rebellischer Reggae und Hiphop, hoch die Faust, da wissen wir wenigstens, wo wir dran sind. Ein verrauchtes Honky-Tonk-Piano erklingt: Komm Joe, mach die Musik von damals nach! So heißt es in Brechts Dreigroschenoper, die Goldenen Zitronen zitieren das. Schon auf einer ihrer früheren Platten (ich weiß nicht mehr welche) haben sie sich beschwert, warum es immer Nazis raus! heißt, wo doch jeder weiß, dass die Nazis hierher gehören. So sind die Goldies. Immer voll drauf mit den Waffen der Kritik. Sezieren, aufspießen, Widersprüche polieren. Nörgel, nörgel, mecker mecker. Vielleicht sind die Goldies nach wie vor eine Punkband, aber wenn dem so ist, dann ist Punk eine Haltung, die Haltungen (musikalische, inhaltliche) sucht, die es noch nicht gibt. Bei den vergangenen Platten war diese Suche gerne ein kollektives Unterfangen, die Songs entstanden in Jams und gemeinsamen Debatten. Auf More Than a Feeling sind die Goldenen Zitronen arbeitsteiliger vorgegangen, eher so wie zeitgenössische Hiphop-Produktionen entstehen. Acid, DAF, Ernst Busch, Kendrick Lamar, Punkrock, Störgeräusche, Experimente mit Sequencer und Drummachines: Die Goldies äußern sich immer so, wie es bisher niemand gemacht hat, musikalisch und inhaltlich. Sieinteressieren sich für das schwer Benennbare, wie es in Die alte Kaufmannsstadt, Juni 2017 heißt, ein Stück, das die Geschichte des G20-Spektakels in Hamburg erzählt. Die Goldenen Zitronen haben während der G20-Proteste zur Eröffnung der linksautonomen Welcome to Hell-Demo gespielt. Denn the wealth of the few is hell to the others, so erklären sie es, ohne sich die Kritik der Rollenfestspiele zu versagen: Wie meist bei solchen Anlässen war nicht klar ob diejenigen, die hier diesen Kampf in symbolträchtigen Bildern ausagierten auch wirklich verständlich sind für die Verdammten dieser Erde,für die sie bei solchen Anlässen ja immer zu sprechen glauben / Die Gesichter die man hinter den schwarzen Kapuzen und Sonnenbrillen sehen konnte waren weiß und meistens männlich. Die Gesichter der Goldenen Zitronen sind auch weiß und meistens männlich, aber immerhin ziehen sie sich ab und an mal die Schuhe von anderen Leuten an. Wie zum Beispiel in Es nervt, mitgeschrieben und gesungen aus der Perspektive einer schwarzen Person, die das Verhalten weißer Linker reflektiert, im Original ein Stück von Schwabinggrad Ballett & Arrivati, deren Sängerin Latoya Manly-Spain hier als Gast singt: Wir, das edle Objekt of your projections, Protagonistinnen euer Schlachtengemälde / Solange wir nicht das Falsche sagen und euchenttäuschen mit falschen Vorwürfen und Undankbarkeit.Ohlalalala singen die Goldies auch, aber dann gleich: Sehe ich Dunkles hinter deiner Tür / Ich bin da, ich helfe dir. Spielt Nützliche Katastrophen im Kopf von Caligula? In dem von Björn Höcke oder Viktor Orban?oder von Boris Johnson ? Gehts hier um die tot geglaubte Wiederkehr von populistischer Feindbildproduktion zum machtpolitischen Selbstzweck? Oder seh ich mich noch auch ganz gerne in der Trotzdem-alles-im-Griff-Rolle? Diese beunruhigende Gewissheit, dass das Private politisch ist, liegt oft unter den Texten der Goldenen Zitronen. Ich weiß jetzt das du Angst hast vor Veränderung / Obwohl du gern nach Teneriffa fliegst, heißt es in Bleib bei mir (feat. Sophia Kennedy). More than a feeling eben. Selbst ein retro-und funmäßig daherkommender Song wie Das war unsere BRD bringt einen ganz schön zum Grübeln: Aufkleber, die die Gesinnung klären, Polizisten im Safarilook, weißt du noch, Schatz? Aber waren wir damals besser dran? Was heißt überhaupt Wir? More than a Feeling ist nicht zuletzt auch eine Sammlung von verzweifelten Spottliedern, also Songs, bei denen du nicht recht weißt, ob nicht die Verzweiflung über das Verspotteteden Spott noch durchdringen lässt. Wie in Mauer bauen zum Beispiel, wo sich

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DIE GOLDENEN ZITRONEN
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Haltung zeigen gilt heute als zentrales Merkel für politische Popkultur. Waren wir da nicht schon einmal weiter? Fanden wird nicht irgendwann mal bloß Haltung zeigen zu ausgelutscht? Zu ausbeutbar, zu umdeutbar in ein Just-Do-It-Rebellentum? Heute, wo sie selbst im tropischen Brasilien, einst Traumland der Globalisierungskritiker_innen, einen Rechtsradikalen zum Präsidenten wählen, greifen wir wieder instinktiv in die Schublade, dahin, wo die guten alten Haltungen lagern. Und die bewährten Genres gleich daneben. Wir halten sie vor uns her wie Schutzschilde. Bella Ciao ?komm, wir wärmen uns am alten Partisanenlied! Komm, wir singen Antifa-Stadionpunkrock wie früher! Rebellischer Reggae und Hiphop, hoch die Faust, da wissen wir wenigstens, wo wir dran sind. Ein verrauchtes Honky-Tonk-Piano erklingt: Komm Joe, mach die Musik von damals nach! So heißt es in Brechts Dreigroschenoper, die Goldenen Zitronen zitieren das. Schon auf einer ihrer früheren Platten (ich weiß nicht mehr welche) haben sie sich beschwert, warum es immer Nazis raus! heißt, wo doch jeder weiß, dass die Nazis hierher gehören. So sind die Goldies. Immer voll drauf mit den Waffen der Kritik. Sezieren, aufspießen, Widersprüche polieren. Nörgel, nörgel, mecker mecker. Vielleicht sind die Goldies nach wie vor eine Punkband, aber wenn dem so ist, dann ist Punk eine Haltung, die Haltungen (musikalische, inhaltliche) sucht, die es noch nicht gibt. Bei den vergangenen Platten war diese Suche gerne ein kollektives Unterfangen, die Songs entstanden in Jams und gemeinsamen Debatten. Auf More Than a Feeling sind die Goldenen Zitronen arbeitsteiliger vorgegangen, eher so wie zeitgenössische Hiphop-Produktionen entstehen. Acid, DAF, Ernst Busch, Kendrick Lamar, Punkrock, Störgeräusche, Experimente mit Sequencer und Drummachines: Die Goldies äußern sich immer so, wie es bisher niemand gemacht hat, musikalisch und inhaltlich. Sieinteressieren sich für das schwer Benennbare, wie es in Die alte Kaufmannsstadt, Juni 2017 heißt, ein Stück, das die Geschichte des G20-Spektakels in Hamburg erzählt. Die Goldenen Zitronen haben während der G20-Proteste zur Eröffnung der linksautonomen Welcome to Hell-Demo gespielt. Denn the wealth of the few is hell to the others, so erklären sie es, ohne sich die Kritik der Rollenfestspiele zu versagen: Wie meist bei solchen Anlässen war nicht klar ob diejenigen, die hier diesen Kampf in symbolträchtigen Bildern ausagierten auch wirklich verständlich sind für die Verdammten dieser Erde,für die sie bei solchen Anlässen ja immer zu sprechen glauben / Die Gesichter die man hinter den schwarzen Kapuzen und Sonnenbrillen sehen konnte waren weiß und meistens männlich. Die Gesichter der Goldenen Zitronen sind auch weiß und meistens männlich, aber immerhin ziehen sie sich ab und an mal die Schuhe von anderen Leuten an. Wie zum Beispiel in Es nervt, mitgeschrieben und gesungen aus der Perspektive einer schwarzen Person, die das Verhalten weißer Linker reflektiert, im Original ein Stück von Schwabinggrad Ballett & Arrivati, deren Sängerin Latoya Manly-Spain hier als Gast singt: Wir, das edle Objekt of your projections, Protagonistinnen euer Schlachtengemälde / Solange wir nicht das Falsche sagen und euchenttäuschen mit falschen Vorwürfen und Undankbarkeit.Ohlalalala singen die Goldies auch, aber dann gleich: Sehe ich Dunkles hinter deiner Tür / Ich bin da, ich helfe dir. Spielt Nützliche Katastrophen im Kopf von Caligula? In dem von Björn Höcke oder Viktor Orban?oder von Boris Johnson ? Gehts hier um die tot geglaubte Wiederkehr von populistischer Feindbildproduktion zum machtpolitischen Selbstzweck? Oder seh ich mich noch auch ganz gerne in der Trotzdem-alles-im-Griff-Rolle? Diese beunruhigende Gewissheit, dass das Private politisch ist, liegt oft unter den Texten der Goldenen Zitronen. Ich weiß jetzt das du Angst hast vor Veränderung / Obwohl du gern nach Teneriffa fliegst, heißt es in Bleib bei mir (feat. Sophia Kennedy). More than a feeling eben. Selbst ein retro-und funmäßig daherkommender Song wie Das war unsere BRD bringt einen ganz schön zum Grübeln: Aufkleber, die die Gesinnung klären, Polizisten im Safarilook, weißt du noch, Schatz? Aber waren wir damals besser dran? Was heißt überhaupt Wir? More than a Feeling ist nicht zuletzt auch eine Sammlung von verzweifelten Spottliedern, also Songs, bei denen du nicht recht weißt, ob nicht die Verzweiflung über das Verspotteteden Spott noch durchdringen lässt. Wie in Mauer bauen zum Beispiel, wo sich

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