Angebote zu "Rechten" (13 Treffer)

Antifa in London
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Martin Lux präsentiert in Antifa in London nicht nur den geheimen Kampf zwischen Antifaschisten und der extremen Rechten in England, sondern er gewährt auch tiefe Einblicke in die Kultur der britischen Arbeiterklasse im London der 1970er und 1980er Jahre, zwischen Pub, Punk-Konzerten und Arbeit. Der sehr persönlich gehaltene Band bietet ein ausdifferenzierteres Bild als die beiden Antifa in England Bände: Neben den Schlägereien und Aktionen gegen den rechten Feind, gibt es auch Konflikte innerhalb der linken ´´Szene´´ und Anfeindungen aus dem Kreis potentieller politischer SympathisantInnen. Neben Selbstzweifel, polizeilicher Verfolgung und Verletzungen durch verlorene Kämpfe gegen die Nazis nagt auch die zunehmende Isolation und Nicht-Akzeptanz durch einige FeministInnen, die eine staatstragend-demokratische Auffassung des antifaschistischen Kampfes vertreten, an Martins Selbstvertrauen. Der autobiographische Bericht macht seinen späteren Werdegang und seine radikale Kritik am politischen Einfluss der Kinder der Mittelschicht und der Reichen in der linken Bewegung verständlich. Ein unterhaltsames und klassenbewusstes Schmankerl, nicht nur für Antifas und London-Reisende!

Anbieter: buecher.de
Stand: 15.04.2019
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Antifa heißt Angriff
16,00 € *
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Aus dem Umfeld der autonomen Szene bilden sich in den 1980er Jahren antifaschistische Gruppen, die gut organisiert und gezielt die rechten Zusammenhänge angreifen. Bundesweit entwickeln örtliche Antifa-Gruppen ein Netzwerk, das Aktionen koordiniert, die Öffentlichkeit informiert und Antifaschismus auf die politische Agenda setzt. Parallel dazu entwickelt sich die sogenannte Kommandomilitanz. Antifaschistische Gruppen greifen die Infrastruktur der Neonazis an, zünden Druckereien oder Wehrsportzentren an, zerstören Fahrzeuge und Gebäude, erbeuten Mitgliederlisten oder verseuchen Versammlungsorte mit Buttersäure. Im vorliegenden Buch kommen erstmals Antifaschist_innen zu Wort, die in einer geheimen antifaschistischen Organisation arbeiteten, die in den 1980er Jahren militant und konsequent rechte Strukturen bekämpfte. Sie sprechen über ihre Motive, Aktionen und die klandestine Struktur, die mit Angriffen die Mobilisierung der Neonazis aufzuhalten versuchte. Der Autor greift bei seinen Recherchen auf bisher unbekannte Dokumente, Flugblätter, Artikel, Anschlagserklärungen und Städteberichte zurück.

Anbieter: buecher.de
Stand: 15.04.2019
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Antifa in England 02
7,90 € *
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Der zweite Band der gewaltigen Trilogie Antifa in England präsentiert das Ende der Ära Thatcher und die Anfänge einer politisierten Clubkultur im MADchester der 1990er Jahre. Eine neue Generation proletarischer lads stand auf und organisierte AFA - Anti-Fascist-Action (161). Nachdem sie Manchester fest in ihrer Hand hielten, reisten sie als Steward-Gruppen durch ganz England um Intoleranz und Rassenhass von den Strassen zu prügeln. Rechte Hooligans, nordirische Loyalisten und die Eierschädeln von Skrewdriver oder No Remorse: Sie alle zitterten in ihren Stiefeln, wenn wie aus dem Nichts die gefürchteten AFA-lads plötzlich vor ihnen standen. Die atemlose und fesselnde Autobiographie des 2009 verstorbenen Autors David Hann (der Zeit seines Lebens Bauarbeiter von Beruf war) liegt nun endlich auf Deutsch vor.

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Stand: 15.04.2019
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Neonazi, Antifa, Salafist. Die Bedeutung der Su...
24,99 € *
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Masterarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Soziologie - Recht, Kriminalität abw. Verhalten, Note: 2,3, Universität Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Masterarbeit setzt sich mit der Frage auseinander, ob die bloße Suche nach Anerkennung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu einer Radikalisierung führen kann. Ausgangslage dieser Überlegungen ist die theoretische Annahme, dass eine Hinwendung zu einer extremistischen Szene nicht zwingend ideologisch erfolgt, sondern vielmehr aus jugendtypischen Problematiken, wie der Suche nach Anerkennung in kritischen Lebensphasen. Vor diesem Hintergrund wird in dieser Arbeit auch überprüft, ob der Eintritt in eine extremistische Szene, unabhängig von der jeweiligen Ideologie, meist unter den gleichen Voraussetzungen verläuft und es damit mehr oder weniger vom Zufall bzw. dem sozialen Umfeld abhängt, in welche extremistische Szene ein Jugendlicher hineinwächst.

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Stand: 15.04.2019
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Die Mythen der Rechten
12,80 € *
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Deutschland versinkt in ´´Ausländer-Kriminalität´´. Schweden wird von einer ´´muslimischen Vergewaltigungswelle´´ überrollt. Zuwanderer werden bei der Arbeitssuche bevorzugt, Kinder in den Schulen ´´frühsexualisiert´´ und die Antifa vom Staat finanziert. Solche Aussagen klingen absurd, doch für viele Anhänger von AfD, Neuer Rechter und Pegida sind sie Fakt, unumstößliche Wahrheiten, die vor allem über das Internet massenhaft weiterverbreitet werden. Und längst ist es nicht mehr nur der rechte Rand, der solche Mythen als wahr akzeptiert. Immer öfter sickern sie in den öffentlichen Diskurs ein - unwidersprochen. In ´´Die Mythen der Rechten´´ gehen Autoren der Frankfurter Rundschau einigen dieser vermeintlichen Wahrheiten auf den Grund. Das Buch zeigt auf, wie die Mythen-Maschine der Rechten funktioniert - und was man ihr entgegensetzen kann.

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Stand: 15.04.2019
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Kunst und Kampf
19,80 € *
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In den 1980er Jahren wird Kunst und Kampf (KuK) mit der Gestaltung von Plakaten in der antifaschistischen Bewegung bekannt. Das Projekt verfolgt einen kollektiven Ansatz, der jedoch immer auch individuelle Züge trägt. Ideengeschichtlich bezieht sich KuK auf die Renaissance, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt und Religion und Hierarchien infrage stellt. Ein wichtiger Bezugspunkt ist dabei der deutsche Bauernkrieg. Wesentlichen Raum nimmt außerdem die Auseinandersetzung mit den sich als avantgardistisch verstehenden Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts ein. Das Buch streift dabei die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung, erzählt von den Autonomen und der Antifa, von umgestürzten Denkmälern, spektakulären Demonstrationen, der Herstellung von illegalen Plakaten und Zeitungen und warum die Doppelfahnen der Antifaschistischen Aktion heute von links gegen rechts wehen.

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Stand: 15.04.2019
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Das linke Netz
5,00 € *
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Was ist von einer staatlichen Behörde wie der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) zu halten, wenn diese sich im ´´Kampf gegen Rechts´´ von Sympathisanten der linsextremen Szene vor den Karren spannen läßt, linksradikale Publikationen empfiehlt und auf eine Internetseite verweist, von der aus man zu Anleitungen für Brandbomben und Sabotageakte gelangt? Wie ernst meint Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), dem die Bundeszentrale untersteht, seine Forderung nach einer breiteren gesellschaftlichen Ächtung linksextremer Gewalt? Und wie steht es um die linksliberale Wochenzeitung ´´Die Zeit´´, wenn diese linken Antifa-Journalisten eine Plattform bietet, um konservative Personen, Organisationen und Einrichtungen als ´´Nazis´´ zu stigmatisieren? Die Studie ´´Das linke Netz´´ untersucht das Zusammenspiel von ´´Zeit´´, Bundeszentrale und linksextremer Szene beim Internetportal ´´Netz gegen Nazis´´ und dem ´´Buch gegen Nazis´´. Dabei fördert sie Brisantes zutage.

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Stand: 15.04.2019
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Faschismustheorien
12,00 € *
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Faschismus - kaum ein Begriff steht so für Unfreiheit und Massenmord, kaum ein Wort wird quer durch die politischen Lager so inflationär als Kampfbegriff benutzt. Kunow und Wörsching nehmen die Lesenden mit auf eine Reise durch die nunmehr 90-jährige Geschichte der Theorien über den Faschismus, diese bedrohliche Ausgeburt der Moderne. In den Diskussionen von heute und damals suchen die Autoren nach Anregungen für eine Gegenwart, in der die Gefahr von Rechtsaußen nicht nur in Europa wieder zunimmt. Dieses Einführungsbuch will überblicksartig durch die faschismustheoretische Literatur führen und Interesse für spannende Originaltexte wecken. Die Autoren fragen nach den Stärken und Schwächen der einzelnen Ansätze und nach dem Kontext ihrer Entstehung. Viel Raum bekommen die neuen Faschismustheorien der letzten Jahrzehnte, die in Deutschland noch immer nicht sehr breit diskutiert werden. Zum Ende geht es um teils heiß umstrittene historische und aktuelle Themen wie das Verhältnis von Nationalsozialismus und Faschismus, die heutige extreme Rechte und religiös-fundamentalistische Bewegungen. Das Buch dürfte bei Linken und Antifaschist/innen, Lernenden und Lehrenden der Gesellschafts-, Politik-, Geschichts- und Geisteswissenschaften sowie bei allen politisch und zeitgeschichtlich interessierten Menschen ein Publikum finden. Es richtet sich sowohl an Menschen, die ganz neu ins Thema einsteigen, als auch an AktivistInnen der Antifa.

Anbieter: buecher.de
Stand: 15.04.2019
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DIE GOLDENEN ZITRONEN
23,80 € *
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Haltung zeigen gilt heute als zentrales Merkel für politische Popkultur. Waren wir da nicht schon einmal weiter? Fanden wird nicht irgendwann mal bloß Haltung zeigen zu ausgelutscht? Zu ausbeutbar, zu umdeutbar in ein Just-Do-It-Rebellentum? Heute, wo sie selbst im tropischen Brasilien, einst Traumland der Globalisierungskritiker_innen, einen Rechtsradikalen zum Präsidenten wählen, greifen wir wieder instinktiv in die Schublade, dahin, wo die guten alten Haltungen lagern. Und die bewährten Genres gleich daneben. Wir halten sie vor uns her wie Schutzschilde. Bella Ciao ?komm, wir wärmen uns am alten Partisanenlied! Komm, wir singen Antifa-Stadionpunkrock wie früher! Rebellischer Reggae und Hiphop, hoch die Faust, da wissen wir wenigstens, wo wir dran sind. Ein verrauchtes Honky-Tonk-Piano erklingt: Komm Joe, mach die Musik von damals nach! So heißt es in Brechts Dreigroschenoper, die Goldenen Zitronen zitieren das. Schon auf einer ihrer früheren Platten (ich weiß nicht mehr welche) haben sie sich beschwert, warum es immer Nazis raus! heißt, wo doch jeder weiß, dass die Nazis hierher gehören. So sind die Goldies. Immer voll drauf mit den Waffen der Kritik. Sezieren, aufspießen, Widersprüche polieren. Nörgel, nörgel, mecker mecker. Vielleicht sind die Goldies nach wie vor eine Punkband, aber wenn dem so ist, dann ist Punk eine Haltung, die Haltungen (musikalische, inhaltliche) sucht, die es noch nicht gibt. Bei den vergangenen Platten war diese Suche gerne ein kollektives Unterfangen, die Songs entstanden in Jams und gemeinsamen Debatten. Auf More Than a Feeling sind die Goldenen Zitronen arbeitsteiliger vorgegangen, eher so wie zeitgenössische Hiphop-Produktionen entstehen. Acid, DAF, Ernst Busch, Kendrick Lamar, Punkrock, Störgeräusche, Experimente mit Sequencer und Drummachines: Die Goldies äußern sich immer so, wie es bisher niemand gemacht hat, musikalisch und inhaltlich. Sieinteressieren sich für das schwer Benennbare, wie es in Die alte Kaufmannsstadt, Juni 2017 heißt, ein Stück, das die Geschichte des G20-Spektakels in Hamburg erzählt. Die Goldenen Zitronen haben während der G20-Proteste zur Eröffnung der linksautonomen Welcome to Hell-Demo gespielt. Denn the wealth of the few is hell to the others, so erklären sie es, ohne sich die Kritik der Rollenfestspiele zu versagen: Wie meist bei solchen Anlässen war nicht klar ob diejenigen, die hier diesen Kampf in symbolträchtigen Bildern ausagierten auch wirklich verständlich sind für die Verdammten dieser Erde,für die sie bei solchen Anlässen ja immer zu sprechen glauben / Die Gesichter die man hinter den schwarzen Kapuzen und Sonnenbrillen sehen konnte waren weiß und meistens männlich. Die Gesichter der Goldenen Zitronen sind auch weiß und meistens männlich, aber immerhin ziehen sie sich ab und an mal die Schuhe von anderen Leuten an. Wie zum Beispiel in Es nervt, mitgeschrieben und gesungen aus der Perspektive einer schwarzen Person, die das Verhalten weißer Linker reflektiert, im Original ein Stück von Schwabinggrad Ballett & Arrivati, deren Sängerin Latoya Manly-Spain hier als Gast singt: Wir, das edle Objekt of your projections, Protagonistinnen euer Schlachtengemälde / Solange wir nicht das Falsche sagen und euchenttäuschen mit falschen Vorwürfen und Undankbarkeit.Ohlalalala singen die Goldies auch, aber dann gleich: Sehe ich Dunkles hinter deiner Tür / Ich bin da, ich helfe dir. Spielt Nützliche Katastrophen im Kopf von Caligula? In dem von Björn Höcke oder Viktor Orban?oder von Boris Johnson ? Gehts hier um die tot geglaubte Wiederkehr von populistischer Feindbildproduktion zum machtpolitischen Selbstzweck? Oder seh ich mich noch auch ganz gerne in der Trotzdem-alles-im-Griff-Rolle? Diese beunruhigende Gewissheit, dass das Private politisch ist, liegt oft unter den Texten der Goldenen Zitronen. Ich weiß jetzt das du Angst hast vor Veränderung / Obwohl du gern nach Teneriffa fliegst, heißt es in Bleib bei mir (feat. Sophia Kennedy). More than a feeling eben. Selbst ein retro-und funmäßig daherkommender Song wie Das war unsere BRD bringt einen ganz schön zum Grübeln: Aufkleber, die die Gesinnung klären, Polizisten im Safarilook, weißt du noch, Schatz? Aber waren wir damals besser dran? Was heißt überhaupt Wir? More than a Feeling ist nicht zuletzt auch eine Sammlung von verzweifelten Spottliedern, also Songs, bei denen du nicht recht weißt, ob nicht die Verzweiflung über das Verspotteteden Spott noch durchdringen lässt. Wie in Mauer bauen zum Beispiel, wo sich

Anbieter: konzertkasse.de
Stand: 17.04.2019
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DIE GOLDENEN ZITRONEN
23,80 € *
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Haltung zeigen gilt heute als zentrales Merkel für politische Popkultur. Waren wir da nicht schon einmal weiter? Fanden wird nicht irgendwann mal bloß Haltung zeigen zu ausgelutscht? Zu ausbeutbar, zu umdeutbar in ein Just-Do-It-Rebellentum? Heute, wo sie selbst im tropischen Brasilien, einst Traumland der Globalisierungskritiker_innen, einen Rechtsradikalen zum Präsidenten wählen, greifen wir wieder instinktiv in die Schublade, dahin, wo die guten alten Haltungen lagern. Und die bewährten Genres gleich daneben. Wir halten sie vor uns her wie Schutzschilde. Bella Ciao ?komm, wir wärmen uns am alten Partisanenlied! Komm, wir singen Antifa-Stadionpunkrock wie früher! Rebellischer Reggae und Hiphop, hoch die Faust, da wissen wir wenigstens, wo wir dran sind. Ein verrauchtes Honky-Tonk-Piano erklingt: Komm Joe, mach die Musik von damals nach! So heißt es in Brechts Dreigroschenoper, die Goldenen Zitronen zitieren das. Schon auf einer ihrer früheren Platten (ich weiß nicht mehr welche) haben sie sich beschwert, warum es immer Nazis raus! heißt, wo doch jeder weiß, dass die Nazis hierher gehören. So sind die Goldies. Immer voll drauf mit den Waffen der Kritik. Sezieren, aufspießen, Widersprüche polieren. Nörgel, nörgel, mecker mecker. Vielleicht sind die Goldies nach wie vor eine Punkband, aber wenn dem so ist, dann ist Punk eine Haltung, die Haltungen (musikalische, inhaltliche) sucht, die es noch nicht gibt. Bei den vergangenen Platten war diese Suche gerne ein kollektives Unterfangen, die Songs entstanden in Jams und gemeinsamen Debatten. Auf More Than a Feeling sind die Goldenen Zitronen arbeitsteiliger vorgegangen, eher so wie zeitgenössische Hiphop-Produktionen entstehen. Acid, DAF, Ernst Busch, Kendrick Lamar, Punkrock, Störgeräusche, Experimente mit Sequencer und Drummachines: Die Goldies äußern sich immer so, wie es bisher niemand gemacht hat, musikalisch und inhaltlich. Sieinteressieren sich für das schwer Benennbare, wie es in Die alte Kaufmannsstadt, Juni 2017 heißt, ein Stück, das die Geschichte des G20-Spektakels in Hamburg erzählt. Die Goldenen Zitronen haben während der G20-Proteste zur Eröffnung der linksautonomen Welcome to Hell-Demo gespielt. Denn the wealth of the few is hell to the others, so erklären sie es, ohne sich die Kritik der Rollenfestspiele zu versagen: Wie meist bei solchen Anlässen war nicht klar ob diejenigen, die hier diesen Kampf in symbolträchtigen Bildern ausagierten auch wirklich verständlich sind für die Verdammten dieser Erde,für die sie bei solchen Anlässen ja immer zu sprechen glauben / Die Gesichter die man hinter den schwarzen Kapuzen und Sonnenbrillen sehen konnte waren weiß und meistens männlich. Die Gesichter der Goldenen Zitronen sind auch weiß und meistens männlich, aber immerhin ziehen sie sich ab und an mal die Schuhe von anderen Leuten an. Wie zum Beispiel in Es nervt, mitgeschrieben und gesungen aus der Perspektive einer schwarzen Person, die das Verhalten weißer Linker reflektiert, im Original ein Stück von Schwabinggrad Ballett & Arrivati, deren Sängerin Latoya Manly-Spain hier als Gast singt: Wir, das edle Objekt of your projections, Protagonistinnen euer Schlachtengemälde / Solange wir nicht das Falsche sagen und euchenttäuschen mit falschen Vorwürfen und Undankbarkeit.Ohlalalala singen die Goldies auch, aber dann gleich: Sehe ich Dunkles hinter deiner Tür / Ich bin da, ich helfe dir. Spielt Nützliche Katastrophen im Kopf von Caligula? In dem von Björn Höcke oder Viktor Orban?oder von Boris Johnson ? Gehts hier um die tot geglaubte Wiederkehr von populistischer Feindbildproduktion zum machtpolitischen Selbstzweck? Oder seh ich mich noch auch ganz gerne in der Trotzdem-alles-im-Griff-Rolle? Diese beunruhigende Gewissheit, dass das Private politisch ist, liegt oft unter den Texten der Goldenen Zitronen. Ich weiß jetzt das du Angst hast vor Veränderung / Obwohl du gern nach Teneriffa fliegst, heißt es in Bleib bei mir (feat. Sophia Kennedy). More than a feeling eben. Selbst ein retro-und funmäßig daherkommender Song wie Das war unsere BRD bringt einen ganz schön zum Grübeln: Aufkleber, die die Gesinnung klären, Polizisten im Safarilook, weißt du noch, Schatz? Aber waren wir damals besser dran? Was heißt überhaupt Wir? More than a Feeling ist nicht zuletzt auch eine Sammlung von verzweifelten Spottliedern, also Songs, bei denen du nicht recht weißt, ob nicht die Verzweiflung über das Verspotteteden Spott noch durchdringen lässt. Wie in Mauer bauen zum Beispiel, wo sich

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